Die KI-Allianz Baden-Württemberg richtet ihr Community Management konsequent an einem klaren Prinzip aus: Bedarfsorientierung statt Angebotslogik. Ausgangspunkt unserer Arbeit sind nicht Technologien oder Produkte, sondern die konkreten Herausforderungen von Unternehmen, Kommunen und Multiplikatoren im Land.
Community Management ist dabei kein Kommunikationsformat, sondern ein zentraler Wirkmechanismus des KI-Ökosystems Baden-Württemberg.
Vom Austausch zur Wirkung – warum Community Management entscheidend ist
Unser Community Management verfolgt einen klaren Ansatz: Bedarfe verstehen, Komplexität reduzieren und passende Akteure gezielt zusammenbringen. Dabei geht es nicht um Austausch um des Austauschs willen, sondern um konkrete Fortschritte.
- reale Herausforderungen sichtbar machen,
- passende KI‑Angebote identifizieren,
- und den Übergang von Fragestellung zu Umsetzung ermöglichen.
Dieser Ansatz ist regional verankert und landesweit in den bereits beteiligten Regionen koordiniert – und bildet das Fundament eines belastbaren KI‑Ökosystems in Baden‑Württemberg.
Community-Management heißt für uns: Brücken bauen. Zwischen Innovation und Anwendung, zwischen Expert:innen und Einsteiger:innen, zwischen Fragen und konkreten Lösungen.
Faissal Esmati, Community Manager Region Freiburg
Regionale Beispiele: Wo KI heute konkret wirkt
Die Impulse aus den Regionen zeigen, wie unterschiedlich KI eingesetzt wird – und wie ähnlich die zugrunde liegenden Muster sind.
- Green AI & Klimaanpassung Formate der Region Stuttgart, wie der Green AI Day und entsprechende KI‑Challenges machen deutlich, wie KI Kommunen bei Klimaanpassung, Umweltmonitoring und datenbasierter Entscheidungsfindung unterstützt. Nachhaltigkeit wird dabei zum operativen Anwendungsfeld, nicht zum abstrakten Ziel.
- KI in der Bauwirtschaft In mehreren Regionen zeigt sich ein klarer Bedarf an KI‑Lösungen für Planung, Ressourceneinsatz, Nachhaltigkeitsbewertung und Risikominimierung. KI wird hier als Werkzeug zur Effizienzsteigerung und besseren Steuerung verstanden.
- KI für produzierende Unternehmen Der Mittelstand fragt zunehmend nach praxisnahen Anwendungen – etwa in Qualitätssicherung, Produktionsoptimierung oder Fachkräftesicherung. Workshop‑Formate des Genossenschafts-Ökosystems helfen, diese Bedarfe zu strukturieren und geeignete Partner zusammenzuführen.
- Textilbranche in der Region Neckar‑Alb Besonders in traditionell geprägten Branchen wird deutlich, wie wichtig branchenspezifische KI‑Use Cases sind. Hier geht es um Wettbewerbsfähigkeit, Materialeffizienz und nachhaltige Transformation
- Smart Eco Events KI‑Challenges rund um nachhaltige Veranstaltungen zeigen, wie KI bei Planung, Logistik, Energieeinsatz und Besuchersteuerung eingesetzt werden kann – mit direktem Mehrwert für Städte und Veranstalter.
KI‑Challenges: Strukturierte Brücke zur Umsetzung
Ein zentrales Instrument sind die KI‑Challenges der KI-Allianz in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IOSB. Sie übersetzen regionale Bedarfe in klar umrissene Fragestellungen und schaffen einen Rahmen, in dem Lösungsanbieter, Anwender und Multiplikatoren gemeinsam an konkreten Anwendungen arbeiten.
Damit schließen sie eine entscheidende Lücke im Markt: den Übergang von Interesse und Idee zur tatsächlichen Umsetzung.
Was sich aus den Regionen für 2026 ableiten lässt
Über alle Regionen hinweg zeigen sich klare gemeinsame Linien, die den Fokus für 2026 bestimmen:
- Nachhaltigkeit und Resilienz werden feste Bestandteile von KI‑Strategien.
- Praxisnahe Use Cases ersetzen abstrakte Zukunftsdiskussionen.
- Regionale Netzwerke bleiben zentrale Handlungsräume.
- Community Management etabliert sich als Enabler für Transfer und Umsetzung.
Für die KI‑Allianz Baden‑Württemberg bedeutet das:
Wirkung entsteht dort, wo regionale Impulse systematisch aufgegriffen, gebündelt und überregional nutzbar gemacht werden.
Fazit
Community Management ist kein Zusatz, sondern ein zentraler Bestandteil des KI‑Ökosystems Baden‑Württemberg. Es sorgt dafür, dass aus regionalen Herausforderungen konkrete KI‑Anwendungen entstehen – verantwortungsvoll, praxisnah und mit Blick auf nachhaltige Wirkung im Land.