KI-Datenplattform – Open Source Release

Veröffentlichung von Open-Source-Modulen der KI-Datenplattform: Schritt zu mehr Transparenz und Souveränität im KI-Markt

Stuttgart, 28.01.2026 – Die KI-Allianz Baden-Württemberg stellt erstmals zentrale Open-Source-Komponenten ihrer KI-Datenplattform bereit. Mit dem Schritt reagiert die landesweite Genossenschaft auf den wachsenden Bedarf nach Orientierung, Qualität und verlässlichen Grundlagen für KI-Anwendungen – insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Kommunen, Verbänden und Forschungseinrichtungen.

Daten als Engpass – KI-Allianz liefert konkrete Lösung

Der Bedarf nach neutralen und qualitätsgesicherten Dateninfrastrukturen steigt deutlich. Unternehmen benötigen verlässliche Datenquellen für KI-Anwendungen. Kommunen brauchen Werkzeuge, um Smart-City- und Verwaltungsdaten gezielt im Netzwerk nutzbar zu machen und Forschungseinrichtungen wollen ihre Innovationen schneller in die Anwendung bringen. „Viele Organisationen wissen, dass KI Potenzial hat – aber sie haben keinen Zugang zu den notwendigen Daten, Werkzeugen oder KI-Modellen, die sie für die Implementierung brauchen und nicht in ihrem eigenen Verantwortungsbereich zur Verfügung stehen“, erklärt Dr.-Ing. Thomas Usländer, Projektleiter und Business Manager KI-Engineering am Fraunhofer IOSB. „Wir entwickeln eine Infrastruktur, die Datenräume aus verschiedenen Sektoren miteinander verbindet – interoperabel, offen und anschlussfähig an europäische Standards und branchenspezifische Datenrauminitiativen wie Manufacturing-X. Damit schaffen wir die Grundlage für datengetriebene Wertschöpfung in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung.“

Open-Source-Kernmodule im Fokus: Datenqualität, Zugang und Interoperabilität

Mit den veröffentlichten Open-Source-Komponenten stellt die KI-Allianz Baden-Württemberg zentrale Bausteine einer modernen, interoperablen Dateninfrastruktur bereit. Ein neues, intuitives Datenportal erleichtert die Suche und Verwaltung von Daten und KI-Modellen und schafft damit einen niedrigschwelligen Zugang – insbesondere für KMU.
Ergänzend ermöglicht die KI-gestützte „Smart Data Search“, relevante Datensätze schnell zu identifizieren, auch ohne technisches Vorwissen. Automatisierte „Data Quality Services“ prüfen Daten auf Struktur, Datenschutz und Qualität und reduzieren Aufwände in der Datenkuratierung.
Darüber hinaus sorgen Werkzeuge zur Datenintegration und Datenaufbereitung dafür, dass Daten mit gängigen Branchenstandards aus Industrie, Gesundheit, Mobilität oder Smart City verknüpft und geteilt werden können. Dies gilt als wichtiger Schritt hin zu sektorübergreifender Zusammenarbeit und „datenraumfähigen“ Anwendungen im Land. Offene Developer-Tools, darunter Schnittstellen, Assistenten und Python-Bibliotheken, erleichtern zudem die direkte Nutzung in Unternehmen, Hochschulen und Entwicklungsprojekten.

Die KI-Datenplattform wird als gemeinschaftliche Initiative der KI-Allianz Baden-Württemberg gemeinsam mit starken Partnern aus Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand entwickelt. Zu den Projektpartnern zählen das Fraunhofer IOSB, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das FZI Forschungszentrum Informatik, die Stadt Freiburg, das Universitätsklinikum Freiburg, die Hochschule Aalen, das Fraunhofer IPA, die Universität Tübingen sowie das High Performance Computing Center Stuttgart (HLRS) der Universität Stuttgart. Gemeinsam bringen sie Expertise aus Dateninfrastruktur, KI-Forschung, Hochleistungsrechnen, kommunaler Praxis, Gesundheitswesen und industrieller Anwendung ein – mit dem Ziel, eine offene, interoperable und praxisnahe Datenbasis für KI-Anwendungen im Land zu schaffen.

Die KI-Datenplattform der KI-Allianz ergänzt das KI-Ökosystem um eine Infrastruktur, die die Anwenderperspektive sowie Compliance-Aspekte systematisch einbindet und den Transfer aus Forschung und Entwicklung in die Fläche beschleunigt.

„Die KI-Datenplattform entsteht bewusst nicht hinter verschlossenen Türen, sondern gemeinsam mit den Akteuren im Land. Wir laden Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen ein, sich als Early Adopters in das Anwenderforum einzubringen, Standards mitzugestalten und eigene Use Cases einzubringen. Nur wenn wir Daten, Wissen und Menschen im Land vernetzen, entsteht ein Ökosystem, das Baden-Württemberg dauerhaft stärkt“, kommentiert Sandra Rohner, Geschäftsführerin der KI-Allianz Baden-Württemberg, die Veröffentlichung.

Die Open-Source-Module der KI-Datenplattform sind öffentlich verfügbar unter www.github.com/KI-Allianz/. Informationen zum Projekt der KI-Datenplattform finden Sie unter www.ki-allianz.de/unsere-projekte/ki-datenplattform/.

Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg und läuft noch bis Juni 2026.

Über die KI-Allianz Baden-Württemberg

Die KI-Allianz Baden-Württemberg ist eine Initiative der Gründungsregionen Karlsruhe, Stuttgart, Neckar-Alb, Freiburg, Nordschwarzwald und Ostalbkreis. Sie vernetzt Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung und macht die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) zugänglich. Im Fokus der Arbeit steht, Bedarfe zu erkennen und zu verknüpfen, um KI-Lösungen verantwortungsvoll, qualitätsgesichert und praxisnah anzuwenden. Die KI-Allianz trägt dazu bei, Baden-Württemberg als zukunftsfähigen und verantwortungsvollen KI-Standort zu stärken.

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