Viele Organisationen wollen Künstliche Intelligenz nutzen – und stoßen dabei immer wieder an dieselbe Grenze: Daten sind schwer zugänglich, nicht interoperabel oder rechtlich unsicher. Mit der Veröffentlichung zentraler Open-Source-Module der KI-Datenplattform setzen wir bei der KI-Allianz Baden-Württemberg genau hier an und schaffen eine offene, anschlussfähige Grundlage für vertrauenswürdige KI-Anwendungen.
Warum Dateninfrastrukturen für KI entscheidend sind
Künstliche Intelligenz ist längst Teil des Alltags in Wirtschaft, Verwaltung und Forschung. Algorithmen, Modelle und Werkzeuge sind verfügbar – oft sogar frei zugänglich. Doch der eigentliche Engpass liegt woanders: bei hochwertigen, verlässlichen und rechtssicheren Daten.
Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Kommunen, Verbände und Forschungseinrichtungen stehen vor der Herausforderung, KI sinnvoll einzusetzen, ohne eigene Datenräume, komplexe IT-Infrastrukturen oder spezialisierte Teams aufbauen zu können. Die Folge: Viele KI-Ideen bleiben im Pilotstatus stecken oder scheitern bereits vor der Umsetzung.
Genau an diesem Punkt setzt unsere KI-Datenplattform an. Sie schafft eine Infrastruktur, die den Zugang zu Daten erleichtert, Standards nutzbar macht und KI-Projekte praxisnah ermöglicht.
Offene Module für Qualität und Souveränität
Mit der aktuellen Veröffentlichung macht die KI-Allianz erstmals zentrale Open-Source-Komponenten der KI-Datenplattform öffentlich zugänglich. Damit gehen wir einen bewussten Schritt in Richtung Transparenz und Kooperation.
Ziel ist es, eine belastbare Grundlage für:
- datengetriebene Wertschöpfung,
- interoperable KI-Anwendungen
- und sektorübergreifende Zusammenarbeit
zu schaffen – offen, qualitätsgesichert und europäisch anschlussfähig.
Daten als Engpass – und als Hebel
Viele Organisationen wissen um das Potenzial von KI. In der Praxis fehlt jedoch häufig der Zugang zu geeigneten Daten, Werkzeugen oder Modellen. Die KI-Datenplattform setzt genau hier an: Sie verbindet offene, interoperable Datenräume über verschiedene Sektoren hinweg – von Industrie über Mobilität bis hin zu Smart City und Verwaltung.
Ein zentraler Bezugspunkt ist dabei Manufacturing-X – eine europäische Initiative für den sicheren und souveränen Austausch industrieller Daten entlang der Wertschöpfungskette. Durch diese Anschlussfähigkeit wird sichergestellt, dass Lösungen aus Baden-Württemberg nicht isoliert bleiben, sondern in europäische Ökosysteme eingebettet sind.
Entscheidend ist: Die Plattform denkt nicht nur Technik, sondern auch Governance, Compliance und Anwenderperspektiven von Anfang an mit.
Viele Organisationen wissen, dass KI enormes Potenzial hat – ihnen fehlt jedoch der Zugang zu geeigneten Daten, Werkzeugen und Modellen. Mit der KI-Datenplattform schaffen wir eine offene, interoperable Infrastruktur, die Datenräume aus verschiedenen Sektoren verbindet und anschlussfähig an europäische Standards wie Manufacturing-X ist. So legen wir die Grundlage für datengetriebene Wertschöpfung in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung.
Dr.-Ing. Thomas Usländer, Projektleiter und Business Manager KI-Engineering am Fraunhofer IOSB
Diese Open Source-Module machen den Unterschied
Die veröffentlichten Module bilden das Rückgrat der KI-Datenplattform. Sie adressieren zentrale Anforderungen moderner KI-Ökosysteme – mit einem klaren Fokus auf Nutzbarkeit und Qualität.
- Intuitives Datenportal: Ein nutzerfreundliches Datenportal erleichtert die Suche, Verwaltung und Nutzung von Daten und KI-Modellen. Der niedrigschwellige Zugang richtet sich insbesondere an KMU und Organisationen ohne tiefgehendes technisches Vorwissen.
- KI-gestützte Smart Data Search: Die Smart Data Search nutzt KI, um relevante Datensätze schnell auffindbar zu machen – auch dann, wenn Nutzer:innen noch keine klare Vorstellung davon haben, wonach sie suchen. Das senkt Einstiegshürden und beschleunigt datenbasierte Projekte.
- Automatisierte Data Quality Services: Qualität ist eine zentrale Voraussetzung für vertrauenswürdige KI. Die Data Quality Services prüfen Daten automatisiert auf Struktur, Datenschutz und inhaltliche Qualität und reduzieren so den Aufwand für manuelle Datenaufbereitung erheblich.
- Interoperabilität und Datenintegration: Werkzeuge zur Datenintegration sorgen dafür, dass Daten aus unterschiedlichen Domänen miteinander verknüpft und geteilt werden können. Die Plattform wird damit „datenraumfähig“ und unterstützt sektorübergreifende Use Cases.
- Developer-Tools für die Praxis: Offene Developer-Tools – darunter Schnittstellen, Assistenten und Python-Bibliotheken – ermöglichen die direkte Nutzung der Plattform in Entwicklungsprojekten, Unternehmen und Hochschulen.
Gemeinsam entwickelt im KI-Ökosystem Baden-Württemberg
Die KI-Datenplattform entsteht bewusst nicht hinter verschlossenen Türen. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen sind eingeladen, sich als Early Adopters im Anwenderforum einzubringen, eigene Use Cases zu testen und Standards aktiv mitzugestalten.
Dieser offene Ansatz stärkt den Wissenstransfer – und beschleunigt den Weg von Forschung und Entwicklung in die praktische Anwendung.
„Nur wenn wir Daten, Wissen und Menschen vernetzen, entsteht ein nachhaltiges KI-Ökosystem für Baden-Württemberg”, so Sandra Rohner, Geschäftsführerin der KI-Allianz Baden-Württemberg
Baustein für ein verantwortungsvolles KI-Ökosystem
Mit der Veröffentlichung der Open-Source-Module ergänzen wir das bestehende KI-Ökosystem um eine zentrale infrastrukturelle Ebene. Die Plattform verbindet technische Leistungsfähigkeit mit Transparenz, Qualitätssicherung und europäischer Anschlussfähigkeit – und schafft damit eine tragfähige Basis für verantwortungsvolle KI-Anwendungen.
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